Multiplex® Mentor


Nachdem der Multiplex Acromaster sein Können unter Beweis gestellt hat, musste die nächste Maschine auf den Prüfstand. Multiplex® hat eine Elektro-Schleppmaschine mit 1,6m Spannweite und ca. 2,2kg Abfluggewicht auf den Markt gebracht. Der Mentor ist ein bodenstartfähiger E-Trainer für Seglerschlepps sowie einfachen Kunstflug.
Die Schleppkupplung ist bereits standardmäßig vorgesehen - nur ein weiterer Tinyservo ist notwendig.
Der Bau geht wie bei allen aktuellen Multiplex Modellen relativ leicht von der Hand. Viel mehr als eine Flasche Superkleber ist nicht nötig. Was mir beim Mentor besser als beim Acromaster gefällt, ist der Motorträger. Der ist durch 2 zusätzliche Kunststoffbalken deutlich verlängert - vermutlich um die Kraft des Motors besser auf die Front zu verteilen.

Für das Höhenruder und das Seitenruder sowie Spornrad ist ein Standardservo vorgesehen - im Acromaster muss hier an Gewicht gespart werden, im Kunstflug zählt jedes Gramm, deswegen ein kleines Servo, dass bei mir schon 2 neue Getriebe brauchte - was einen robusten Eindruck macht. Für alle verbauten Servos werden Verlängerungskabel notwendig, deswegen ist es sinnvoll, bereits vor dem Endgültigen montieren die passenden Kabel anzubringen. Nachträglich sind die Servos / Anschlüsse nur mehr mit Hilfsmitteln erreichbar.
Was auch auffällt, ist das Aluminiumfahrwerk - nicht gerade ein Leichtgewicht dafür aber schön stabil. Die beiden Moosgummiräder sind ebenfalls schön groß, wodurch es auch möglich ist, auf weniger gepflegten Pisten vorwärtszukommen.
Motorisiert wird er Acromaster mit einem Brushless Außenläufer - in meinem Fall einem Outrunner mit 900U/V an 3 Lipozellen gemeinsam mit einem 11x5,5 APC-Electro Blatt. Das ist vorerst mal ausreichend Leistung - ob es auch für das Schleppen eines Elektroseglers reicht, wird sich herausstellen. Hier fehlen mir die Angaben von Multiplex in der Anleitung. Generell wird das Thema einfliegen im Gegensatz zum Acromaster nicht behandelt.
Diesmal habe ich auch den Dekorbogen benutzt und auf ein eigenes Design verzichtet, da ich die Gestaltung ganz ansprechend fand.



Der Erstflug verlief erwartungsgemäß problemlos. Erst ein wenig am Boden rollen und das Heckrad Trimmen (sollte man anschließend durch eine Gestängejustierung korrigieren) und dann mit viel Gas losstarten - wobei die Höhe gezogen wird. Anschließend die Höhe etwas zurücknehmen, das Heck kommt hoch, fahrt aufnehmen lassen und wieder mit Höhe abheben - klappte, wie in der Anleitung beschrieben. In der Luft war der Mentor von Multiplex gutmütig und sicher zu fliegen. Nur die Querachse war etwas zu trimmen und schon flog er wie auf einer Schnur. Nach ein Paar Runden machte ich die ersten langsamen Anflüge um ein Gefühl für die bevorstehende Landung zu bekommen - dabei unterschätzte ich die Geschwindigkeit aufgrund des größeren Modells deutlich - aber nach ein paar Anflügen hatte ich auch das im Griff und konnte - wenn auch mit einen kleinen Hüpferchen sicher landen.
Nach einem kurzen Temperaturcheck von Akku, Motor und Regler (alles im Grünen Bereich) ging es wieder in die Luft um eine neue Landung zu probieren. Diesmal war es gleich viel ruhiger und sicherer - wie immer, Übung macht den Meister.
Wieder in der Luft ging es gleich daran ein paar einfache Kunstflugfiguren zu testen - Rollen kein Problem, Rückenflug klappt ebenfalls problemlos, Loopings waren auch gleich drinnen. Für mehr hat es dann nicht mehr gereicht, all die Spielereien hatten doch ordentlich Akkukapazität gebraucht.



Als Nächstes werde ich die Schleppvorrichtung/Auslösevorrichtung testen - vielleicht mal mit einem einfachen Fuchsschwanz das Krepppapier. Leider ist Benni noch etwas zu unsicher in der Luft, als dass ich mit ihm gemeinsam einen Seglerschlepp probieren könnte.



(c) Schoeppl.info - Last modified: 09.06.2008